das wildromantische Spertental
hat mich mit seiner unberührten Naturlandschaft
und den urigen Berghütten verzaubert

Podcastfolge: eine Gratwanderung

vom Floch zum Brechhorn

In dieser Folge nehme ich dich mit auf eine etwas anspruchsvollere Tour – die sich in der Geschichte noch als echte Herausforderung herausstellen wird.

„Ferscht“ – heißt so viel wie letztes Jahr war ich für die Wanderdörfer Österreich in der Region Kitzbüheler Alpen unterwegs, es ging nach Kirchberg in Tirol. Dieses Jahr war ich wieder zur goldenen Herbstzeit in der Bergwelt unterwegs – ich glaube die Gegend wird zu einer Tradition von mir. Dieses Mal war ich für meine Ausbildung zur Tiroler Bergwanderführerin dort.

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DAS BRIXENTAL

Das Brixental wird im Tiroler Dialekt: auch „Brixntoi“ genannt. Das Tal ist 30 km lang und hat Ausgänge an beiden Enden: auf der einen Seite zweigt es von Wörgl im Inntal ab, auf der anderen Seite reicht es bis zur Gemeindegrenze von Going am Wilden Kaiser. Das Sonnenplateau liegt auf 800 m inmitten der Kitzbüheler Alpen – die Orte Kirchberg in Tirol, Brixen im Thale und Westendorf sind Teil davon. Die Region bietet ein großes Netz an Wander- und Radwegen und tollen Ausflugszielen.

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DAS SPERTENTAL

Die Wandertour dieser Folge startet im Spertental – einem Seitental von Kirchberg, es grenzt im Süden an das Salzburger Land. In diesem malerischen Talkessel liegt das Tiroler Bergdorf Aschau. Das wildromantische Spertental hat mich mit seiner unberührten Naturlandschaft und den urigen Berghütten verzaubert. Das Tal wird von der Spertentaler Ache durchflossen und ist ein wichtiges Naturerholungsgebiet der Region Kitzbüheler Alpen, sogar ein Landschaftschutzgebiet. Hier befindet sich übrigens der geografische Mittelpunkt der Kitzbüheler Alpen, welcher durch einen markanten Stein gekennzeichnet ist.

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DIE WANDERUNG

Der Ausgangspunkt für die Wanderung ist der Parkplatz Unteren Grund Ache. Der gemütlichen Forstweg #83 führte uns zur Steicheralm, von nun an hielten wir uns links und folgten etwa 300 hm dem Weg weiter bis zur Hinterkar-Niederalm. Von dieser aus sind wir rechterhand der Abzweigung weiter zur Hinterkar-Hochalm hoch und dann fast bis zur Hintenkarscharte weiter bergauf.

Wir stiegen rechts auf den steilen Gipfelhang hinauf, es war sehr stürmisch und wir mussten in der Nacht oft Ausschau nach den nächsten Markierung halten – an manchen Stellen war es wirklich sehr mühsam.

Der Wind pfiff mir hier oben um die Ohren, deshalb war ich bald mit meiner Geduld und Laune am Ende. Ich war kurz davor die Tour abzubrechen um umzukehren. Doch den steilen Gipfelhang wieder abzusteigen, mit einem mulmigen Gefühl in den Knochen schien mir fast aussichtsloser.

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Pünktlich zum Sonnenaufgang riss der Himmel auf – es war fast schon wie eine Erleuchtung. Stellenweiße brachen einzelne Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke und schufen ein Bild für Götter. Die weiß gezuckerten Berggipfel waren nun von rosa Wolken umgeben – was für ein Farbenspiel. Ich wurde mit einem grandiosem Ausblick auf den Großen Rettenstein, den Wilder Kaiser und einen Weitblick auf das Schöntal belohnt.

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DER FLOCH – 2.057 m

Der Floch ist eigentlich ein Kamm – sein Gipfelkreuz steht am dritthöchsten Punkt, auf 2.057 m. Wir mussten uns beeilen um rechtzeitig das Gipfelkreuz zu erreichen – ich kam vor lauter Staunen kaum weiter. Vom Gipfelkreuz des Floch’s habe ich ein echt schönes Foto gemacht, im Vordergrund satte rote Heidelbeersträucher die einen tollen Kontrast zum hellen Holzkreuz sind.

Das tolle Farbenspiel der Blätter von den Heidelbeersträucher von sattem orange bis tiefes rot – ihr kennt mich nun schon gut, lassen mein Wanderherz höher schlagen.

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Etwas rechts unterhalb vom Grat befanden sich sogar halb zugefrorene Seen – diese waren einfach wahnsinnig beeindruckend. Ich glaube nicht, dass ich jemals zuvor so schöne Herbstbilder eingefangen habe, denn diese Wanderung bot alles was ich am Herbst liebe.

Doch bitte gebt Acht, denn am Grat sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung. Bei nassen oder winterlichen Bedingungen ist höchste Vorsicht geboten. 

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DAS BRECHHORN – 2.032 m

Wir wanderten ca. 40 Minuten den Grat entlang bis zum nächsten Gipfelkreuz, dem Brechhorn auf 2.032 m. Dieser Aussichtsberg macht seinem Namen alle Ehre – man blickt auf die Hohe Salve, das Kröndlhorn, die Salzachgeie, den Wilden Kaiser und von hier ist der Großer Rettenstein fast schon zum Greifen nah. Aber auch der Blick über das ganze Brixental, bis nach Kitzbühel ist ein Wahnsinn.

Wir befinden uns hier sogar in einem Schutzgebiet für Steinböcke und Gämse, mit etwas Glück seht ihr ja welche. Leider war es kaum möglich sich lange am Gipfel aufzuhalten, denn es sauste mir wieder der Wind um die Ohren. 

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Vom Brechhorn sind wir dann über einen schönen Wanderpfad zur Hochalm 1.668 m abgestiegen. Hier überquerten wir über eine Holzbrücke den Lahngraben und gelangten kurz später auf die Forststraße. Es geht wieder zurück in das Spertental – zum Parkplatz Unteren Grund Ache unserem Ausgangspunkt.

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  • WANDERWEGE: #82 + #83

  • DAUER: 5,5 h insgesamt

  • STRECKE: 14 km insgesamt

  • AUFSTIEG: 1.100 Höhenmeter

  • ZIELGRUPPE: nur geübte Bergwanderer – Trittsicherheit & Schwindelfreiheit

  • schwierig / schwarzer Bergweg

Mit öffentlichen Verkehrsmittel: Buslinie 4004 Haltestelle Aschau Dorf – ich empfehle euch den Aufstieg direkt von hier aus auf das Brechhorn.

„Eine anspruchsvolle Bergtour mit mehreren Gipfel, man wird mir einer atemberaubenden Aussicht über das Brixental und die umliegende Bergwelt belohnt.“

Was hat dir an der Wanderung am besten gefallen? Du hast eine Frage zu der Tour oder an mich? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen – ich freue mich von dir zu hören

Du bist verzaubert vom BRIXENTAL? Hör rein in die Serie mein Wanderherbst in den Kitzbüheler Alpen….

Spiessnägel

eine Sonnenaufgangswanderung zum goldenen Herbst – das Highlight der Tour die Hirzegglacke Podcastfolge: Sonnenaufgangstour auf die Spiessnägel In dieser Folge erzähle ich euch von einer Wanderung für alle Sinne, die hoffentlich auch euch verzaubern wird. Es geht zum Aschauer Wasserfall

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